FAQ

Die häufigsten Fragen

Auf dieser Seite haben wir die häufigsten Fragen von betroffenen Familien und Medizinern zum Thema CMV zusammengestellt.

FAQ

CMV Allgemein

Für wen ist eine CmV-Infektion gefährlich?

CMV ist nur für immunkranke Personen und das Ungeborene von Schwangeren gefährlich, die sich erstmals mit CMV während oder kurz vor der Schwangerschaft angesteckt haben. Bei gesunden Erwachsenen und Kindern verläuft die Infektion mit dem Cytomegalie-Virus oft unbemerkt. Lediglich rund 15% bemerken die Infektion mit leichten Erkältungsanzeichen. 

Wie lange ist Eine CMV-Infektion ansteckend?

Die Inkubationszeit beträgt ca. 4-6 Wochen und wird dann längere Zeit über Körperflüssigkeiten (Urin, Speichel, Sperma, Vaginalsekret) ausgeschieden. Jeder, egal ob Kind oder Erwachsener, der sich mit dem CMV-Virus infiziert hat, trägt es lebenslang in sich und ist von Zeit zu Zeit wieder ansteckend, da sich das Virus reaktivieren kann, ohne dass man dies merkt. Kleinkinder mit einer nachgeburtlichen CMV-Infektion bis zum 3. Lebensjahr können im Gegensatz zu älteren Kindern oder Erwachsenen das CMV-Virus in einer siebenfach erhöhten Konzentration ausscheiden, weshalb Kindergärten, Pekip-Kurse, Babymassagen etc. von einer sehr hohen Durchseuchung geprägt sind. cCMV-infizierte Kinder (Kinder mit einer bereits im Mutterleib erworbenen CMV-Infektion) unterscheiden sich dadurch, dass sie das Virus über einen längeren Zeitraum, teilweise über Jahre hinweg, konstant ausscheiden. 

Wie kann man sich vor einer CMV-Infektion schützen?

Das Risiko einer CMV-Infektion kann durch die Einhaltung spezieller Hygienmaßnahmen reduziert werden. Hierzu zählen:

  • Häufiges und gründliches Händewaschen über den Tag hinweg.
  • Gründliches Händewaschen (ca. 15 Sekunden mit Seife) vor dem Verzehr von Nahrungsmitteln und nach dem Kontakt mit potentiellen Überträgern (Urin, Speichel, Blut,..). Das gilt auch für von Kleinkindern frisch mit Speichel oder Urin benetztes Spielzeug.
  • Verzicht auf das gemeinsame Benutzen von Besteck, Tassen, Teller und Lebensmitteln auch innerhalb der eigenen Familie.
  • Vor allem bei Kleinkindern das Küssen auf den Mund oder das tröstende „Tränenwegküssen“ vermeiden.
  • Engen Kontakt mit Menschen meiden, die gerade unter einer Erkältung oder Grippe leiden. Das Virus kann bei Immungeschwächten wieder hervortreten und ausgeschieden werden.
  • Beim Windelwechsel ist das Benutzen von Einmalhandschuhen oder alternativ von Desinfektionsmittel ratsam.
  • Keine heruntergefallenen Schnuller in den Mund nehmen.
  • Das Benutzen von Kondomen. 

Was ist richtig: Zytomegalie oder Cytomegalie?

Sowohl Zytomegalie als auch Cytomegalie sind beides korrekte Schreibweisen und stehen beide gleichbedeutend für das Humane-Herpes-Virus 5 oder auch HHV5. Im internationalen Gebrauch ist die “Cytomegalie”-Schreibweise die häufiger genutzte Variante.

FAQ

CMV in der Schwangerschaft

Ich Habe/hatte eine CMV-Infektion in Der Schwangerschaft - wie gefährdet ist mein Kind?

Eine CMV-Infektion in der Schwangerschaft stellt keinesfalls immer ein Risiko dar, ist aber eventuell bedeutsam für den späteren Gesundheitszustand des Kindes. Eine Primärinfektion gerade zu Schwangerschaftsbeginn sowie während der ersten 16 Wochen ist wesentlich risikoreicher, als eine Reaktivierung oder Reinfektion. Bei einer Primärinfektion in der Schwangerschaft, liegt die Wahrscheinlichkeit der Übertragung des Virus von der Mutter auf das Kind im Mutterleib je nach Zeitpunkt der mütterlichen Erstinfektion bei ca. 10-40%. Krankheitsbilder und Symptome einer im Mutterleib erworbenen CMV-Infektion (kongenital=cCMV) können, müssen aber nicht auftreten. 85% der im Mutterleib mit CMV-infizierten Kinder bleiben ihr Leben lang symptomfrei.

Muss mich mein Frauenarzt über CMV aufklären und Ist ein CMV-Antikörpertest Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen?

Derzeit besteht in Deutschland keine Aufklärungspflicht seitens des (Frauen-) Arztes zum Thema CMV und somit ist ein CMV-Antikörpertest auch kein Bestandteil der regulären Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen.

Ein Test auf CMV-Antikörper kann durch eine einfache Blutabnahme erfolgen und ist für Frauen mit Kinderwunsch und für Schwangere zu Beginn der Schwangerschaft ratsam. Wird hierbei festgestellt, dass noch keine CMV-Antikörper (seronegativ) im Blut vorhanden sind, so sollte auf Hygienemaßnahmen hingewiesen werden und der CMV-Antikörpertest in relativ kurzen Abständen (z.B. 4-6 Wochen) besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel wiederholt werden. 

Der Test ist kein Bestandteil der gesetzlichen Kassenleistungen und privat zu zahlen. Die Kosten belaufen sich auf ca.  34-40 €. 

Wie ist mein CMV-Status in meinem Mutterpass vermerkt?

Ein CMV-Antikörpertest ist kein fester Bestandteil einer Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung und wird somit nicht automatisch durchgeführt und im Mutterpass dokumentiert.

Wurde oder wird ein CMV-Antikörpertest durchgeführt, dann wird das Ergebnis im Mutterpass unter “Laboruntersuchungen und Rötelnschutz” eingeklebt. Zu erkennen ist dies an den untersuchten Merkmalen: CMV IgG und ggf. CMV IgM. IgM-Antikörper werden unmittelbar nach der Infektion vom eigenen Körper als Abwehrreaktion produziert, IgG-Antikörper hingegen erst im späteren Verlauf. 

Für wen und Wann gilt ein Berufsverbot beim Thema CMV?

Für werdende Mütter und ihr Ungeborenes gilt besonderer gesetzlicher Schutz. Siehe Mutterschutzgesetz (MuSchG) und Mutterschutzrichtlinienverordnung (MuschVO).  Ein Beschäftigungsverbot für CMV-seronegative Mütter muss im Einzelfall geprüft werden. Da CMV aber kein Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen ist, sollten Schwangere zu Beginn ihrer Schwangerschaft proaktiv einen Test auf CMV-Antikörper durchführen lassen (keine Kassenleistung!), um nächste Schritte zu prüfen.

In Berufen (z.B. Kindergärtner, Krankenpfleger, Ärzte, Artzhelfer, Pflegeberufe) mit engen Kontakten zu (Kinder-) Krankheiten und anderen infektiösen Ansteckungsquellen sind besondere Maßnahmen geregelt, die im zu prüfenden Einzelfall ein Beschäftigungsverbot auslösen können. Das CMV-Virus ist in der Biostoffverordnung in der Risikogruppe 2 aufgeführt. Die Biostoffverordnung nach §15 Abs.1 besagt, dass der Arbeitgeber sicherstellen muss, dass arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen beim Arbeitnehmer erfolgen, die im engen Kontakt mit Kindern arbeiten oder sie pflegen. Da es keine Impfung gegen CMV gibt, muss je Fall bezgl. eines Beschäftigungsverbotes der oben aufgeführten Personengruppe geprüft werden. Ein Beschäftigungsverbot tritt erst in Kraft, wenn der Beschäftigte im selben Betrieb nicht anderweitig (außerhalb der Infektionsquelle z.B. in der Verwaltung) eingesetzt werden kann. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, es sei denn es wird schon Mutterschaftsgeld bezogen, mindestens den Durchschnittslohn der letzten drei Monate, vor Beginn des Monats in dem die Schwangerschaft eingetreten ist, zu zahlen (§11, Abs.1 MuschG).

Gibt es eine Impfung oder Therapie in der Schwangerschaft, um mich oder mein ungeborenes Kind zu schützen?

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine (aktive oder passive) Impfung gegen das CMV-Virus und auch keine von den Krankenkassen verlässlich anerkannte oder zugelassene Therapie, die eine Übertragung des CMV-Virus auf das Ungeborene im Mutterleib oder das Risiko von bestimmten Krankheitsbildern und Symptomen sicher ausschließt.

Es gibt aber mögliche Therapieansätze, die aktuell noch in der Studienüberprüfung und in der Praxis unter off-label-use angewandt werden. Das sind die Behandlung mit Hyperimmunglobulinen und/oder die Behandlung mit Virustatika, die jedoch immer im Einzelfall geprüft, vom zuständigen Frauenarzt ausdrücklich empfohlen werden müssen und nur auf eigene Verantwortung hin verabreicht werden. 

Ist trotz einer CMV-Infektion eine natürliche Entbindung möglich?

Es gilt der Geburtsverlauf wie bei einer normalen Schwangerschaft: Eine natürliche Entbindung ist möglich, außer es treten Komplikationen (z.B. Frühgeburt, Organschäden) auf, die ein medizinisches Eingreifen erfordern. 

Es ist ratsam ein Krankenhaus auszuwählen, dass mit der CMV-Thematik vertraut ist, um entsprechende Untersuchungen beim Neugeborenen einzuplanen. Eine Voranmeldung in der Schwangerschaft inkl. der bisherigen Befunde ist daher sinnvoll.

Ich bin CMV-Negativ und habe schon Kinder. wie soll ich mich jetzt verhalten?

Leben eigene Kinder bereits im Haushalt und sind diese eventuell unter 3 Jahre alt, ist dies eine besondere Herausforderung. Eine CMV-Infektion bei Kindern und Erwachsenen wird selten erkannt, da sie in den wenigsten Fällen mit Symptomen einhergeht. Kinder, die sich mit dem CMV-Virus infiziert haben, scheiden das Virus länger aus als Erwachsene und können ihr Umfeld durch Tröpfchen-Infektion anstecken. Aber ein Kontaktverbot zu den eigenen Kindern ist ebenso wenig eine Lösung wie auch der Verzicht auf die täglichen Kuscheleinheiten. Die beschriebenen Hygienemaßnahmen auf unserer Präventions-Unterseite,  sind die beste Möglichkeit, um das Risiko einer CMV-Infektion zu minimieren. Das gilt nicht nur im Umgang mit dem eigenen Kind, sondern im gesamten Alltag mit allen Mitmenschen. Darüber hinaus ist die Durchführung des CMV-Antikörpertests in Abständen von ca. 4-6 Wochen insbesondere vor und während des gefährlichen ersten Schwangerschaftsdrittel ratsam, um den CMV-Status zu überprüfen.

Die eigenen Kinder auf CMV zu testen ist nicht zu empfehlen, da man nicht zwingend bemerkt, wenn eine Erstinfektion stattgefunden hat. Die Inkubationszeit von CMV beträgt ca. 4-6 Wochen. 

Ich bin bereits CMV-Positiv. Ist das Thema für mich überhaupt relevant?

Wurde bereits eine CMV-Infektion durchlaufen, hat der Körper ein Antikörpergerüst ausgebildet, weshalb i.d.R. ein Schutz besteht. Es gibt jedoch Fälle in denen eine Reaktivierung des Virus oder eine Reinfektion mit einem anderen CMV-Stamm für das Ungeborene gefährlich werden können. Schwere, lebensbedrohliche Verläufe sind auch hierbei leider nie auszuschließen.

Daher gilt auch hier: die Hygienemaßnahmen zur Prävention helfen, ein schwer einzuschätzendes Risiko deutlich zu senken. 

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cCMV-infiziertes Kind

Für was steht das C bei CCMV?

Man spricht bei Kindern, die mit einer angeborenen CMV-Infektion auf die Welt kommen von einem cCMV-infiziertem Kind. Das c vor CMV steht für connatal, dem englischen Begriff für konnatal und bedeutet im Mutterleib erworben.

Gibt es einen Unterschied zwischen konnataler CMV- und Kongenitaler CMV-Infektion?

Ja, es gibt in der deutschen Sprache einen Unterschied in der Bedeutung von konnatal und kongenital (siehe unten). Im anglo-amerikanischen Sprachgebrauch gibt es diese Unterscheidung nicht. Daher wird in der meist englisch verfassten Fachliteratur von “congenital CMV-infection” gesprochen, was dann in der Fachsprache der deutschen Ärzte mitunter dazu führt, dass die beiden Bezeichnungen gelegentlich gleichbedeutend genutzt werden. Einen klinisch relevanten Unterschied in der Diagnose bei einer im Mutterleib erworbenen CMV-Infektion gibt es zwischen den beiden Begrifflichkeiten nicht.

  • kongenital/congenital: Aufgrund einer Erbanlage bei der Geburt vorhandene Merkmale oder Eigenschaften.
  • konnatal/connatal: Bezieht sich auf im Mutterleib erworbene Merkmale oder Eigenschaften, unabhängig davon ob genetisch oder anderweitig bedingt.

Die eigentlich korrekte deutschsprachige Form ist: konnatale CMV-Infektion (=cCMV), da es sich um eine Infektionskrankheit handelt und nicht um eine genetisch bedingte Störung. 

Kann anhand der Höhe der Viruslast eine AbSchätzung getroffen werden, OB Schäden und wenn ja, Welche Schäden bei meinem Kind zu befürchten sind?

Es gab in der Fachliteratur einzelne Arbeiten, welche Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Höhe der Viruslast und Schädigungen der betroffenen Kinder lieferten. Diese wurden allerdings nicht bestätigt und haben sich im Verlauf nicht durchgesetzt. Daher ist zum aktuellen Zeitpunkt die Höhe der Viruslast unmittelbar nach der Geburt als auch in den Folgejahren eines cCMV-infizierten Kindes kein eindeutiger Indikator, ob Schäden zu befürchten sind. Darüber hinaus kann auch keine Aussage getroffen werden, welche Schäden eintreten könnten. Es gibt somit keine Einteilung oder Abgrenzung von symptomatischen oder asymptomatischen cCMV-infizierten Kindern anhand der Höhe der Viruslast. 

Wie lange können neurologische Schäden (Motorische und/oder geistige Entwicklungsverzögerungen) oder andere Symptome auftreten?

Motorische und/oder geistige Entwicklungsverzögerungen können während der gesamten Entwicklung eines Kindes auftreten. Viele der wesentlichen Entwicklungsschritte wie z.B. Krabbeln, Laufen, Sprechen, Zusammenhänge verstehen und Lernen sind bis zum Einschulungsalter abgeschlossen und können vom Kinderarzt bewertet werden. Einige andere Auffälligkeiten (u.a. ADHS, Lernschwächen…) können jedoch auch erst im weiteren Verlauf auftreten. Eine late-onset Symptomatik (Hörstörungen bis hin zur Taubheit) kann sogar erst im Erwachsenenalter auftreten.

Sowohl im Untersuchungsplan von symptomatischen als auch von asymptomatischen cCMV-infizierten Kindern ist eine Zusammenarbeit mit einem Sozialpädiatrischen Zentrum empfohlen, wo mit Hilfe von z.B. Bayley-III-Tests und Kaufmann-ABC eventuelle Entwicklungsverzögerungen aufgedeckt und so die benötigten Therapien verordnet und weitere Unterstützungsmöglichkeiten empfohlen werden können.

kann ein bei Geburt asymptomatisches cCMV-infiziertes Kind trotzdem Schäden davontragen?

Ja, es ist möglich aber mit 10-15% der Fälle eher selten.

Die meisten Kinder mit cCMV-Infektionen sind bei Geburt asymptomatisch (ca. 85-90%). Die Grenze zu symptomatisch kann jedoch fließend sein, was bedeutet, dass Kinder erst später Symptomen entwickeln oder bestimmte Krankheitszeichen im weiteren Verlauf erst sichtbar werden (z.B. aufgrund der late-on Sypmtomatik  oder Entwicklungsverzögerungen/-störungen des Kindes).

Kann ein cCMV-infiziertes Kind einen regulären Kindergarten und eine normale Schule besuchen?

Ein Ausschluss von cCMV-infizierten Kindern aus Kindergärten und Schulen oder gar eine Sonderbehandlung ausschließlich aufgrund der Viruslast bzgl. der Diagnose cCMV ist nicht zulässig und nicht sinnvoll. Kinder unter 3 Jahren infizieren sich sehr häufig nachgeburtlichen mit CMV, sind klinisch gesund und scheiden das Cytomegalie-Virus ebenfalls in diesen Einrichtungen in hohen Konzentrationen aus. Es ist somit nicht gerechtfertigt die Kinder mit bekannter cCMV-Infektion zu stigmatisieren. Primäres Ziel ist vielmehr, dass sich Frauen mit Kinderwunsch durch Hygienemaßnahmen vor Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Kleinkindern schützen.

Für eine ungestörte und bestmögliche Entwicklung der cCMV-infizierten Kinder ist es unerlässlich, dass diese mit und in ihrer Altersgruppe aufwachsen!

 

Soll ich mein ccmv-infiziertes Kind impfen oder lieber nicht?

Das Impfen von cCMV-infizierten Kindern wird derzeit nicht anders bewertet oder risikoreicher eingestuft als bei anderen Kindern. Impfen kann weitere Infektionen verhindern und ist daher grundsätzlich aus medizinischer Sicht sinnvoll.  

Was ist ein Cochlea Implantat?

Ein Cochlea-Implantat ist ein elektronisches medizintechnisches Gerät, das die Funktion des beschädigten Innenohrs wahrnimmt. Im Unterschied zu Hörgeräten, die die Lautstärke von Geräuschen erhöhen, übernehmen Cochlea-Implantate die Funktion der beschädigten Teile des Innenohrs (der Hörschnecke (Cochlea)), um Audiosignale an das Gehirn zu übertragen.

Viele Personen tragen in beiden Ohren ein Cochlea-Implantat (beidohrige Versorgung). Das Hören mit beiden Ohren kann die Fähigkeit zum Erkennen der Richtung von Geräuschen verbessern, und das Trennen erwünschter von unerwünschten Geräuschen erleichtern.

Wie funktioniert ein Cochlea-Implantat?

  1. Ein Soundprozessor, der meist hinter dem Ohr oder auch am Körper getragen wird, erfasst Audiosignale und wandelt sie in einen digitalen Code um. Ein im Soundprozessor befindliches Batterie- oder Akkumodul versorgt das gesamte System mit Strom.
  2. Der Soundprozessor überträgt die digital codierten Signale durch die seitlich am Kopf befindliche Sendespule an das Implantat unter der Haut.
  3. Das Implantat wandelt die digital codierten Audiosignale in elektrische Impulse um und leitet sie an den Elektrodenträger in der Cochlea (Hörschnecke – Teil des Innenohres) weiter.
  4. Die Implantatelektroden stimulieren den Hörnerven in der Cochlea, von wo aus die Signalimpulse an das Gehirn weitergeleitet werden. Somit entsteht eine Hörwahrnehmung.

 

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