Luk, 17 Jahre, symptomatisch

Luk, 17 Jahre, symptomatisch

CMV-Geschichten

LUk, 17 Jahre

Kurz nach der Schwangerschaft wird durch einen Zufallsbefund eine im Mutterleib erworbene CMV-Infektion diagnostiziert. Luk ist jetzt 17 Jahre alt und hat großartige Pläne für die Zukunft. Das ist seine Geschichte.

Hallo, ich bin Luk und 17 Jahre alt. Ich habe eine geistige Entwicklungsstörung, die wahrscheinlich auf eine CMV-Infektion zurückzuführen ist. Nach der Geburt wurde bei mir als Zufallsbefund (bei der Hüftgelenkssonographie) eine Milzvergrößerung gefunden. Im Rahmen der Suche nach der Ursache für die große Milz wurden dann CMV-Antikörper gefunden. Möglicherweise hat meine Mutter während der Schwangerschaft eine unbemerkte CMV-Infektion durchgemacht. Da sich ansonsten keine Hinweise auf eine andere Ursache der Behinderung finden ließen, wird davon ausgegangen, dass sie Folge der CMV-Infektion ist.


Diese Behinderung spielt aber für mich keine große Rolle, da ich ja trotzdem ein Mensch wie Du und andere um Dich herum bin. Im Alltag hindert mich meine Behinderung auch nur selten.

Meine Behinderung wirkt sich auf meine Seh- und Hörvermögen aus. Früher war mein Gleichgewicht sehr geschädigt, welches ich durch sehr viel Üben und Ergotherapie deutlich verbessern konnte. Im Alltag bin ich auf keine Hilfsmittel hingewiesen. Früher hatte ich sowohl Hörgeräte als auch eine Brille, die ich jetzt aber nicht mehr brauche. Die Hörgeräte haben mich oft irritiert, gerade wenn es sehr laut war und ich die Geräusche keiner Richtung mehr zuordnen konnte. Als Kind hatte ich auch immer wieder Pauken-Röhrchen im Trommelfell, welche aber mittlerweile draußen sind. Meine Eltern haben sich seit ich denken kann, schon immer extrem stark für mich gemacht, gefördert und gefordert und auch die Teilnahme in einer Eltern-Kind-Gruppe im Kindergarten meiner Schwester hat mich in meiner Entwicklung unterstützt.

Zurzeit bin ich in einem SBBZ (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum) mit Förderschwer-punkt geistige Entwicklung. Meine Pläne für die Zukunft sind auch schon geschmiedet: Ich will in Richtung Journalismus, Aktivismus oder Erzieher gehen.

Auf Instagram bin ich unter @all_inklusiv zu finden – dort bin ich als Aktivist für die Belange von Menschen mit Behinderungen aktiv