CMV-Geschichten

Amira, 2 Wochen

In der 18. SSW wurde eine Primärinfektion mit CMV festgestellt. Das CMV wurde nicht übertragen und glücklicherweise Amira Sophie nicht infiziert. Das ist ihre Geschichte.

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In der 11. SSW wurde ich negativ auf Toxoplasmose und CMV getestet. Eine genaue Aufklärung bzw. Hintergrundinformationen zu den Tests erhielt ich nie.

In der 18. SSW wachte ich eines morgens auf und alles tat mir weh: Rücken, Nacken und auch Kiefer. Ich fühlte mich wie von einem Bus überfahren. Erstmal schob ich es auf Verspannungen durch die unruhige Nacht, doch trotz Wärme, Massage und Bewegung wurden die Schmerzen nicht besser. Abends kam dann plötzlich Fieber dazu – mein Bauchgefühl wusste sofort: da stimmt was nicht, das ist eine dieser Infektionen die schädlich sind fürs Baby… Also ab in die Notfallpraxis. Der erste Verdacht war eine Nasennebenhöhl-enentzündung.

Auch der Corona-PCR-Test am nächsten Tag fiel negativ aus.

Bei der Frauenärztin wurde dann ein Blutbild gemacht – erhöhter Leberwert, der bei weiteren Kontrollen stieg. Dann begann eine vierwöchige Odyssee: mehrerer Blutabnahmen bei meiner Frauen- und Hausärztin und ich wurde auf alles getestet – nur nicht CMV. Als ich meine neuesten Werte bei der Hausärztin abholte, stand im Laborbericht, positiv auf EBV (Epstein-Barr-Virus: Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers; gehört zur Familie der Herpesviren). Der Verdacht der der Reaktivierung oder Infektion mit einem ähnlichen Erreger wie CMV stand im Raum. Da schrillten meine Alarmglocken. Meine Hausärztin meinte das sei unwahrscheinlich und wollte es erst in einer Woche testen. Ich bin direkt weiter zu meiner Frauenärztin, aber auch dort die Aussage, dass es sehr unwahrscheinlich sei, aber der Test wurde auf meinen Wunsch hin durchgeführt. 4 Tage später der Anruf: positiver Befund auf eine CMV-Primärinfektion. Meine Frauenärztin war total geschockt, entschuldigte sich und überwies uns am Folgetag in eine Uniklinik.

Im Feinultraschall wurden keine Auffälligkeiten festgestellt und schwere Schäden aufgrund der späten Ansteckung, als unwahrscheinlich (1%) eingestuft. Daher wurde uns von einer Fruchtwasserpunktion abgeraten. 4 Wochen später fand ein erneuter Feinultraschall an: unauffällig. In meinem Hinterkopf jedoch immer das Risiko, dass sich unsere Maus bei mir ansteckt und dann mögliche Spätfolgen auftreten könnten. Diese Angst hing wie ein Damoklesschwert über der restlichen Schwangerschaft. Bei weiteren Komplikationen in der Spätschwangerschaft (vorübergehende Arrythmie, ab der 38. SSW und grenzwertige Nabelschnurversorgung) kam immer die Sorge auf, ob es nicht ein Zeichen für CMV ist. Nach Einleitung der Geburt kam unsere Maus (SSW 38+1) zur Welt. Alle Tests und Screenings waren unauffällig. Es wurde Speichel, Blut, Nabelschnurblut und Urin ins Labor geschickt- Tage später der erlösende Anruf: kein CMV nachweisbar. Die Erleichterung riesengroß.

Danke an Marie, dass Du Deine Geschichte mit uns teilst.

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