Emma, 7 Monate, asymptomatisch

Emma, 7 Monate, asymptomatisch

CMV-Geschichten

Emma, 7 Moante

Emma, 7 Monate, CMV-asymptomatisch. Das ist ihre Geschichte:

asymptomatisch, CMV Infektion erfahrung Berichte

Im Oktober 2024 bot mir meine Gynäkologin in der 8. SSW einen CMV-Test an. Ich hätte ihn selbst zahlen müssen und gehörte als Erstgebärende ohne Kontakt zu kleinen Kindern eigentlich nicht zur Risikogruppe. Ohne groß darüber nachzudenken, habe ich dem Test trotzdem vorsorglich zugestimmt. Zum Glück.

Zwei Wochen später kam ein auffälliges Ergebnis. Die Infektion musste ganz frisch gewesen sein, da die Werte noch im Grenzbereich lagen.

Unsere Welt stand plötzlich Kopf. Nach vielen negativen Berichten und Artikeln stand für uns sogar ein Schwangerschaftsabbruch im Raum.

Trotzdem wollten wir uns eine fachliche Zweitmeinung am Klinikum Tübingen einholen. Meine Hebamme stellte zudem den Kontakt zu einer CMV-infizierten Mama aus der Region her. Der Austausch mit ihr & die sehr positive Ärztin in Tübingen haben uns Mut gemacht. Wir entschieden uns, den Weg zu gehen.

Ich begann eine hochdosierte, zweistündliche Einnahme von Valaciclovir, in der Hoffnung, das Virus aufzuhalten.

asymptomatisch, CMV Infektion erfahrung Berichte
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In der 22. Woche brachte die Fruchtwasserpunktion große Erleichterung: Im Fruchtwasser war keine Viruslast nachweisbar. Auf dieser Grundlage setzten wir Valaciclovir ab. Die Tabletten, von denen mir durchgehend übel war, waren endlich Geschichte. Mit jedem unauffälligen Ultraschall wuchs unsere Zuversicht und wir konnten die Schwangerschaft wieder genießen.

Nach der Geburt dann der Schock: In Blut und Urin unserer Tochter wurde eine sehr hohe Viruslast festgestellt. Rückblickend gehen die Ärzte davon aus, dass die Übertragung nach dem Absetzen des Valaciclovirs stattgefunden hat und meine eigene Viruslast in dieser Zeit wieder angestiegen ist. Das Wochenbett war geprägt von Organisation, Sorgen und unzähligen Terminen: Kinderarzt, Klinikaufenthalt mit MRT, Pädaudiologie.

Bis heute ist Emma trotz minimaler Verkalkungen im Gehirn asymptomatisch. Alle drei Monate wird ihr Gehör kontrolliert und ihre Entwicklung engmaschig begleitet. Wir sind guter Dinge und hoffen sehr, dass sie keinen Schaden davontragen wird.

Emma macht uns jeden Tag eine riesige Freude, entwickelt sich wunderbar und wir sind unendlich dankbar, dass wir diesen Weg gegangen sind.

Lina ist untergewichtig 2 Tage vor dem errechneten Geburtstermin gekommen und hatte aber keinerlei Anlaufschwierigkeiten. Ich konnte sie stillen und sie hat sofort auf Stimmen reagiert. Heute ist Lina ein sehr glückliches, aufgewecktes Mädchen, das gut hört und sieht. Sie ist kognitiv unterentwickelt, versteht aber vieles und hat einen sehr großen Willen. Linas Motorik ist leider gleich null. Sie kann ihren Kopf nicht selbst halten und nur mit Hilfe greifen. Sie sitzt im Rollstuhl und hat Epilepsie, die wir mit Medikamenten gut im Griff haben.“