Elijon, 2 Jahre, symptomatisch

Elijon, 2 Jahre, symptomatisch

CMV-Geschichten

Elijon, 2 Jahre

Elijon, 2 Jahre alt, CMV-symptomatisch. Das ist seine Geschichte:

CMV symptomatisch Geschichte Erfahrung

Meine zweite Schwangerschaft verlief zunächst komplett unauffällig. In der 9. SSW ließ ich einen kostenpflichtigen Test durchführen, der zeigte, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Berührung mit CMV gehabt hatte. Ab der 26. SSW bemerkte man, dass Elijon etwas wenig gewachsen war. Dies wurde immer deutlicher und die Versorgung verschlechterte sich zunehmend. In der 30. SSW kam dann der Schock: CMV-Erstinfektion. Wann genau ich mich infiziert hatte, konnte man nicht genau sagen, aber es wurde vermutet, dass es zwischen der 16. und 17. SSW passiert war. Zu dieser Zeit hatte ich auch noch Corona und entsprechende Symptome.

Im Ultraschall konnte man keine großen Veränderungen sehen, außer beim Wachstum und der Versorgung. Wir kämpften um jede Woche und schafften es bis zur 34. SSW – dann wurde er per Kaiserschnitt geholt. Er war viel kleiner und leichter als üblich bei diesem Alter. Nach ein paar Tagen stand fest, dass das CMV übertragen worden war und wir begannen sofort mit der Therapie.Leider vertrug er die Therapie gar nicht und sein Blutbild verschlechterte sich zunehmend, sodass wir die Therapie nach 8 Wochen abbrechen mussten. Kurz darauf stellte sich heraus, dass nicht nur eine Seite seines Gehörs betroffen war, sondern beide. Da er auch mit Hörgeräten kaum Reaktionen zeigte und die Hörtests immer schlechter wurden, bekam er zügig Cochlear-Implantate auf beiden Seiten. Es ist so toll, dass es solche Optionen gibt.

CMV symptomatisch Geschichte Erfahrung
CMV symptomatisch Geschichte Erfahrung

Neben Wachstumsproblemen und Taubheit ist Elijon allgemein entwicklungsverzögert. Er macht jedoch tolle Fortschritte – nur nicht so schnell wie andere Kinder. Er macht alles in seinem eigenen Tempo. Wohin die Reise geht, wissen wir nicht, aber wir sind optimistisch und unterstützen ihn, wo wir nur können. Er ist ein richtiger Sonnenschein.

Valentin, 4 Jahre, asymptomatisch

Valentin, 4 Jahre, asymptomatisch

CMV-Geschichten

Valentin, 4 Jahre

Valentin, 4 Jahre, CMV-asymptomatisch. Das ist seine Geschichte:

Valentin CMV asymptomatisch

Ende 2019 hielt ich meinen positiven Schwangerschaftstest in der Hand, etwa neun Monate nachdem meine Tochter geboren wurde. Wir waren überglücklich und hatten alles genau so geplant. Diesmal entschied ich mich, den Test auf CMV (Cytomegalievirus) durchführen zu lassen, den ich bei meiner ersten Schwangerschaft nicht gemacht hatte. Im ersten Trimester war das Ergebnis negativ auf CMV, was mich sehr beruhigte. Auch im zweiten Trimester blieb der Test negativ. Doch im dritten Trimester war der Test plötzlich positiv – eine Spätinfektion.

Man sagte mir, dass eine Infektion in der Frühschwangerschaft seltener auf das Baby übertragen wird, während das Risiko bei einer späteren Infektion deutlich höher ist. Der Vorteil einer späten Infektion ist jedoch, dass das Kind fast vollständig entwickelt ist und in der Regel weniger Schäden davonträgt. Eine Therapie war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Nach der Geburt in der Uniklinik Tübingen wurde mein Sohn getestet. Einige Tage später erhielten wir das Ergebnis: Er hatte sich angesteckt und eine extrem hohe Viruslast und musste sofort in die Kinderklinik.

asymptomatisch, CMV Infektion erfahrung Berichte
asymptomatisch, CMV Infektion erfahrung Berichte

Es wurden MRT, Lumbalpunktion und Schädelultraschall durchgeführt. Nach dem ersten Schreck kam nach ein paar Tagen die Entwarnung: Kein Virus im Liquor sichtbar. Das bedeutete, dass keine antivirale Therapie notwendig war.

Mittlerweile ist er viereinhalb Jahre alt und hat zweimal im Jahr einen Hörtest in der HNO-Klinik, bisher ohne Auffälligkeiten. Bis zum Schulalter müssen wir jedoch regelmäßig zur Kontrolle, da sich bis dahin noch ein Hörverlust entwickeln kann.

Ja, ich hätte CMV googlen sollen. Aber meine Frauenärztin, die mich bereits bei meiner ersten Schwangerschaft betreut hatte, hat mich nie darauf hingewiesen, was CMV ist oder wie gefährlich eine Infektion für das ungeborene Kind sein kann. Dabei kann man so viel tun, um eine Infektion zu verhindern – eine kurze Aufklärung wäre schon ausreichend gewesen.